Am 06.07.2018 begann unsere Reise auf der Insel Koh Samui in Thailand und wir empfanden sie ganz anders als zuvor gedacht. Ehrlich gesagt, war der erste Eindruck, abgesehen vom schönen Flughafen, nicht unbedingt der Beste für uns. Warum und ob sich das vielleicht noch geändert hat, erzähle ich Dir jetzt. 🙂

Wir haben uns, Gott sei Dank, sehr früh auf den Weg nach München gemacht, was sich wirklich ausgezahlt hat, da wir tatsächlich im Stau gelandet sind. Trotz innerlicher Nervosität bei mir, ist alles gut gelaufen und wir kamen super pünktlich an. Nach der Gepäckabgabe und einem Abschiedsgetränk mit unserem Eltern hieß es nun wirklich verabschieden und auf ins Abenteuer stechen!

Für mich war der Abschied sehr emotional, auch schon zuvor mich von meinem Dad, meiner Schwester und meiner Schildkröte zu verabschieden war nicht ganz so leicht, aber das gehört einfach mit dazu…

Der Sicherheitscheck war easy und dann ging es endlich mit dem Flieger nach Bangkok, dort war unser erster Zwischenstopp. Der Flug war gut, etwas unbequem, aber keine Turbulenzen, allerdings verspätet. Durch die Verspätung waren wir etwas verunsichert, ob wir alles mit der Passkontrolle und den Rucksäcken holen sowie wieder einchecken schaffen werden. Denn aus unseren geplanten 3 Stunden Aufenthalt in Bangkok wurden gerade noch ca. 2 Stunden. Zum Glück ging es nicht nur uns so, manche Fluggäste wollten sogar noch früher weiter reisen, weswegen vor Ort Flugbegleiterinnen da waren, die sich um diese Gäste kümmerten. Und von genau so einer bekamen wir eine Karte, damit wir direkt an allen anderen Einreisenden zur Passkontrolle konnten. Dadurch ging alles sehr schnell und wir hatten sogar noch Zeit am Gate ein paar zuvor gekaufte Früchte zu essen. Dann hieß es Koh Samui, wir kommen! 🙂

Der Weg vom Flughafen zu unserer Unterkunft war nicht sehr weit und den Transport konnte man direkt am Flughafen kaufen. Das Appartement war sehr schön, groß und vor allem sauber! Super war, dass wir von unserem Vermieter einen Roller für die gesamte Zeit für einen angemessenen Preis ausleihen konnten. Ein Weiterer Vorteil war, dass wir einen Pool, ein kleines Fitnessstudio sowie einen kleinen Supermarkt vor Ort hatten. Da unsere Unterkunft nicht weit vom sogenannten „Fisherman´s Village“ entfernt war, hatten wir auch am ersten Tag kein Problem abends was zu essen zu finden. Durch das große Angebot an Restaurants, ist man fast schon überfordert, vor allem weil an jedem einer vorne draußen steht, der einen rein locken möchte. Allerdings muss man sagen, dass dort die Preise teilweise schon sehr hoch sind und so nur wenn überhaupt etwas günstiger sind als in Deutschland. Das hatten wir so nicht unbedingt gedacht, aber dadurch das wir die nächsten Tage einkaufen waren und das auch im großen Einkaufshaus, konnten wir uns oft genug selbst was kochen. Was uns das Gefühl von dort leben gegeben hat.

Trotzdem haben wir uns erst nicht so wohl gefühlt. Da auf der Insel hauptsächlich große Autos fahren, die vor allem Nachts schnell unterwegs sind und auch tagsüber nicht unbedingt angepasst fahren, gab uns das kein Wohlgefühl auf der Straße. Vor allem, da ich nicht die geübte Rollerbeifahrerin war, war mir das alles erstmal nicht so geheuer. Auch die allgemeinen Preise schreckten uns ab und das alles ziemlich an die Touristen angepasst und speziell für sie ausgelegt wurde. Wir brauchten fast eine Woche um uns dort so richtig einzuleben und wohl zu fühlen.

Auf unseren Erkundungstouren haben wir aber doch ein paar sehr gute, leckere und preiswerte Restaurants gefunden. Wie z. B. das Restaurant beim Big C; Coffee Cup Restaurant, Nature Bar am Strand von Maenam.

Unseren absoluten Lieblingsstrand haben wir bei uns in der Nähe gefunden, quasi eine Bucht weiter und gut mit dem Roller zu erreichen! Der „Maenam-Beach“ ist richtig schön, ruhig und mit wenigen Strandbars versehen in denen man gut essen kann! Wir sind eigentlich so gut wie immer dort gewesen, wenn das Wetter passend war. Wer es schattig mag, kann sich dort unter eine Palme legen. In den Strandbars kann man sich auf eine Liege legen oder in einem Sandsack bequem machen. Diese kann man solange nutzen wie man möchte und extra bezahlen muss man auch nicht. Die Atmosphäre dort lädt einen richtig zum träumen und kreativ sein ein! Wer es etwas ruhiger mag, ist dort am besten aufgehoben. Mit einer meiner Lieblingsstrände überhaupt!

„Maenam-Beach“

 

Einmal haben wir einen Ausflug zum „Chaweng-Beach“ gemacht, welcher oft als einer der schönsten Strände von Koh Samui beschrieben wird. Für uns war er das nur, wenn man sich alle Verkäufer und die vielen Touristen weg denkt! Der Sand ist zwar richtig schön, fast weiß, und das Bild mit den vielen Palmen auch, aber von einer erholsamen Atmosphäre war leider nix zu spüren. Auch innerhalb vom Beach, an der Hauptstraße ging es richtig zu. Vielleicht vergleichbar mit dem „Ballermann“ auf Mallorca, wobei ich den nur von Bildern und Erzählungen kenne. Vielen wird es dort bestimmt gefallen, aber uns nicht. Wir machen zwar auch gern mal Party, aber so exzessiv wie es dort angeboten wird eher nicht. Solltest Du aber ein Fan vom Ballermann sein, dann könnte es Dir dort auch gefallen. Auf jeden Fall ist es ein Besuch wert, wenn man Urlaub auf der Insel macht! Am besten fährt man selbst mit dem Roller hin oder wer sich da nicht so sicher ist, kann mit den kleinen offenen Bussen für wenig Geld hin und zurück kommen. Diese fahren regelmäßig auf den Straßen und Hupen, dann streckt man einfach die Hand als Zeichen, dass man mit möchte. Dem Fahrer kurz Bescheid geben wo man hin möchte und bezahlt wird beim aussteigen!

„Chawing-Beach“

 

Ziemlich cool ist der riesige Markt der jeden Freitag ab 17 Uhr im „Fisherman´s Village“ ist. Hier gibt es gutes preiswertes Essen und natürlich jede Menge zum shoppen! Aber das tolle an dem Markt war, dass kein Verkehr im gesamten Village war. Am großen Platz hat eine Liveband gespielt und wer der Village-Straße gefolgt ist, kam zu einem alten VW-Bus der zu einer Cocktailbar umgebaut wurde. Dort lief gute Musik, die man sich auch selber aussuchen konnte und die Stimmung war immer gut! 🙂 Hier hat man die Möglichkeit, so wie wir, tolle Bekanntschaften zu machen, gute Gespräche zu führen und Tipps zu bekommen. Für uns war das der erste Moment wo wir uns so richtig wohl und angekommen gefühlt haben!

Die Cocktailbar auf dem Markt vom „Fisherman´s Village“

 

Am Ende unserer Zeit hatten wir uns gut eingelebt und ich kann jedem empfehlen, der noch nie vorher in Asien war, dort für einen Urlaub oder als ersten Stopp hinzugehen. Wir hatten in unseren beiden Wochen nicht immer Glück mit dem Wetter, haben aber das beste daraus gemacht. Zum Beispiel einen Ausflug zum Goldenen Buddha, der uns richtig beeindruckt hat oder die Gegend per Fuß oder mit dem Roller erkunden. Dennoch finde ich ist Juli die beste Zeit, um dort hin reisen.

„Golden Buddha“

 

Insgesamt ist es allerdings sehr schade, dass oft die Bilder welche man im Internet findet von Koh Samui nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Vor allem, wenn man mal hinter die Kulisse blickt, sieht man die Auswirkungen und das oft nur vorn herum alles für die Gäste schön gemacht wird. Die Insel ist leider inzwischen sehr auf den Tourismus ausgelegt, was sie Stück für Stück immer mehr kaputt macht… Man wird überall mit Angeboten für sämtliche Attraktionen und Ausflügen überhäuft, die natürlich unbedingt wahrgenommen werden sollen und von vielen auch werden. Leider denkt keiner darüber nach, was dadurch mit der Insel und dem Meer passiert. Schade ist, dass nicht jedes Angebot so toll ist, wie es auf den ersten Blick scheint… Ich habe mir einen Flyer für eine Safari-Tour durchgelesen und war erschrocken davon, wie die Tour auf die Minute genau angeboten wird! Auch fröhliches Elefantenreiten wird angeboten, doch als ich gesehen habe, dass die Elefanten mit Ketten festgebunden sind, war für mich klar, dass ich sowas absolut nicht unterstützen werde! Erschreckend ist es, dass trotzdem so viele Menschen daran teilnehmen, ohne sich das Angebot genauer durchzulesen und darüber nachzudenken. Hier bekommt man fast das Gefühl, dass mit den vielen Touristen schnelles Geld gemacht wird. Das Problem mit dem Müll ist durch die vielen Touristen sehr present und leider gibt es viele, die es nicht für nötig halten ihren Müll in die vorgesehenen Behälter zu entsorgen.

Von den Meisten wird das Paradies für selbstverständlich genommen, aber keiner denkt darüber nach, wie sich dadurch innerhalb von wenigen Jahren alles verändern kann…

Allerdings wäre es vielleicht gut gewesen, noch eine weitere Woche dort zu bleiben, um weitere unbelebte Orte auf der Insel zu entdecken, aber uns hat es zu dieser Zeit einfach weitergezogen…

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Reisebericht #01_2018 von Koh Samui, Thailand